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Der Westen, schrieb unlängst ein britischer Meinungsführer, sei die "erfolgreichste politische Idee der Welt". Diese Haltung hat alte Wurzeln im Kolonialismus und Imperialismus. Der indische Autor Pankaj Mishra analysiert in seinem Buch "Freundliche Fanatiker. Über das ideologische Nachleben des Imperialismus", wie mit dieser Weltsicht weiterhin Me…
 
Camondo. Eine Familiengeschichte in Briefen - das klingt harmlos, ist aber hoch dramatisch: Der jüdische Bankier Moïse de Camondo verliert im Ersten Weltkrieg seinen einzigen Sohn Nissim, zu dessen Ehren er in Paris ein Museum stiftet. Während der deutschen Besatzung wird die gesamte Familie ausgelöscht. Nach dem Weltbestseller Der Hase mit den Ber…
 
Ein junges Paar trennt sich - kein ungewöhnlicher Vorgang. Patricio Pron aber geht in seinem Roman "Morgen haben wir andere Namen" nicht nur diesem Liebesunfall auf den Grund. Er weitet den Blick auf unsere Gegenwart und geht der Frage nach, wie wir heute überhaupt lieben und leben.Rezension von Eberhard Falcke.Aus dem Spanischen von Dagmar PloetzR…
 
Alfonsina Storni ist eine der bedeutenden Lyrikerinnen Lateinamerikas. Der Sammelband "Cimbelina" stellt die 1938 verstorbene Argentinierin nun erstmals als Autorin von Theaterstücken vor. Sie beweist sich darin als frühe Vorkämpferin für die Gleichberechtigung der Frau.Rezension von Eva Karnofsky.Herausgegeben, übersetzt und mit einem Nachwort von…
 
Ein Superheld, der seine Kraft aus dem Tragen von Frauenkleidern bezieht. In Steven Applebys Graphic Novel „Dragman“ werden Klischees in einer so witzigen wie komplexen Bildergeschichte gegen den Strich gebürstet.Rezension von Silke Merten.Aus dem Englischen von Ruth KeenFarben von Nicola SherringSchaltzeit Verlag, 336 Seiten, 29 EuroISBN 978-3-946…
 
Leistungsansprüche wachsen, Schlafstörungen und Depressionen nehmen zu: Warum macht sich ein Unbehagen unter den Menschen breit, obwohl wir seit über 70 Jahren in weitgehendem Wohlstand und Frieden leben? In interdisziplinärer Zusammenarbeit untersuchen Gernot und Rebecca Böhme Quellen des Unbehagens in unserer Lebenswelt. Rezension von Jochen Rack…
 
In seinem „Bericht zur Lage des Glücks“ erzählt Bodo Kirchhoff von einer Reise ins Herz der Finsternis, die für alle Beteiligten schlecht ausgeht: Der übermelancholische Ex-Redakteur einer christlichen Zeitung lernt in Kalabrien eine geheimnisvolle Schwarze kennen, die aus ihrer afrikanischen Heimat geflüchtet ist und nun nicht nur von den italieni…
 
Bukarest 1940. Guy Pringle unterrichtet an der Universität, seine Frau Harriet versteckt den Sohn eines verfolgten jüdischen Kaufmanns. Tag für Tag wird die Lage bedrohlicher. Lebendig und fesselnd schildert Olivia Manning in ihrem Roman "Die gefallene Stadt", wie Faschisten und Nazis in Rumänien die Macht übernehmen.Rezension von Eberrhard Falcke.…
 
Das Nibelungenlied – eine Schatzgrube, in der seit rund 700 Jahre nach seinem Entstehen immer noch geschürft wird. Das Epos um Gold, Liebe, Verrat und Mord hat auch Büchnerpreisträgerin Felicitas Hoppe zu einer Neuerzählung inspiriert. Intelligent, verspielt und mit feiner Ironie.Rezension von Angela Gutzeit.Fischer Verlag,256 Seiten, 22 EuroISBN: …
 
Der Vietnamkrieg hat viele VietnamesInnen ins Exil getrieben – auch nach Deutschland. 188.000 VietnamesInnen „mit Migrationshintergrund im weitesten Sinn“ verzeichnete das Statistische Bundesamt im Jahr 2019 für Deutschland. Einige von ihnen stammen aus Vietnam, andere haben vietnamesische Eltern, wurden aber in Deutschland geboren.Die Geschichte d…
 
Felicitas Hoppes Roman „Die Nibelungen“ ist für den „Deutschen Buchpreis“ nominiert. Darin sucht sie einen Goldschatz und feiert die Wormser Festspiele.Die ZEIT-Redakteurin Khuê Pham ist in der Sendung zu Gast. In ihrem Debütroman „Wo auch immer ihr seid“ erzählt sie eine vietnamesische Familiengeschichte.Maaza Mengiste stammt aus Äthiopien und hat…
 
So spannend wurde Wissenschaftsgeschichte vielleicht noch nie geschrieben. In „Das blinde Licht“ erzählt der chilenische Autor Benjamín Labatut von deutschen Naturwissenschaftlern, deren Entdeckungen bahnbrechend waren, die aber auch viele Menschen – zumal nicht selten sich selbst – ins Unglück gestürzt haben.In vier großen Kapiteln, in denen sich …
 
Mit „Der Schattenkönig“ gelingt Maaza Mengiste ein opulentes, berührendes Werk, das dem zu Unrecht verdrängten Krieg zwischen Italien und Äthiopien 1935-1936 und den äthiopischen Kämpferinnen zur Erinnerung verhilft. Mengiste schildert authentisch und bedrückend, wie auf allen Seiten Menschen zu Opfern und Tätern werden; Männer wie Frauen.Rezension…
 
Gifty ist Neurowissenschaftlerin an er kalifornischen Stanford University. Als sie ihre depressive Mutter bei sich aufnimmt, muss sie sich mit der Geschichte ihrer aus Ghana stammenden Familie auseinandersetzen. Die ist geprägt von Rassismus, religiösem Eifer und Drogensucht. Ein feinfühliger und kraftvoller Roman darüber, Sinn und Trost im Leben z…
 
Ludwig Pollak ist einer der großen Archäologen des 20. Jahrhunderts. Er ist aber auch ein Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Rom. Hans von Trothas neuer Roman "Pollaks Arm" verbindet die beiden Themen: Im Herbst 1943 soll Pollak Asyl im Vatikan erhalten. Doch statt seinem Retter zu folgen, gibt Pollak ihm seine Lebensgeschichte al…
 
"Selbstporträt in Schwarz und Weiß" ist ein autobiographisch angelegter Essay des Schriftstellers Thomas Chatterton Williams über seinen Versuch, als Sohn eines Schwarzen und einer weißen Mutter den Festlegungen durch Kollektive zu entfliehen. "Können Schwarze sich ihrem Schwarzsein entziehen, wenn sie in einer durch race geprägten Gesellschaft leb…
 
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