#86 Der Elfmeterpunkt

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Schuppan's Karriere Rückblick

Die Auszeit

Zum Start in die Folge sprechen Umbreit und Schuppan über die lange Auszeit. Ein halbes Jahr ist seit Folge 85 vergangen, in diesen sechs Monaten ist viel passiert. Die Würzburger Kickers haben den Aufstieg in die 2. Bundesliga in einem dramatischen Finish geschafft. Sebastian hat mittlerweile seine aktive Karriere als Spieler beendet. Und seit Mitte November ist er nun Sportvorstand bei den Würzburgern. Da war eine ganze Menge los bei Schuppan – er erklärt uns den Verlauf der letzten Monate. (0:14)

Der wichtigste Elfmeter

Anschließend nimmt uns Schuppan nochmal mit in der 93. Spielminute des 38. Spieltages in der 3. Liga. An diesem Samstag, dem 4. Juli liegen die Würzburger Kickers nach 90 Minuten mit 1:2 gegen den Halleschen FC hinten. Der direkte Aufstieg liegt in weiter Ferne. Ein letztes Aufbäumen, ein letzter Versuch geht durch das Team – ein langer Ball fliegt in den Strafraum der Hallenser. Möglicherweise bekommt ihn HFC-Abwehrspieler Julian Guttau an den Arm – aber Schiedsrichter Martin Petersen ist sich sicher und zeigt entschlossen auf den Punkt. Es gibt Elfmeter für Würzburg. Der Kapitän Schuppan schnappt sich den Ball und verwandelt zum umjubelten 2:2 Ausgleich. Das ist der direkte Aufstieg für die Würzburger Kickers. Was dem Helden in diesem Moment durch den Kopf ging und warum er sich danach so leer wie noch nie gefühlt hat, erzählt er sehr ausführlich und nimmt uns in seine Gefühlswelt mit. (11:32)

Die Anfänge bei Energie Cottbus

Die Laufbahn von Sebastian begann in der Niederlausitz – genauer gesagt bei Energie Cottbus. Dort gab Schuppan sein Profi-Debüt am 10. Dezember 2004 in der 2. Bundesliga gegen den Karlsruher SC. Nach 75 Spielminuten wurde der damals 18–Jährige beim Stand von 4:1 zum ersten Mal vom damaligen Trainer Petrik Sander eingewechselt. Schuppan beschreibt seine Gedanken und auch seine Chancen den Sprung zu schaffen. Zudem ärgert er sich über sein verpasstes Bundesligajahr aufgrund einer Knieverletzung und erklärt, wie er Anfang der 2000er sich als junger Spieler erstmal Respekt verschaffen musste. (20:59)

Der erste Wechsel zum SC Paderborn

Anschließend ging es für Schuppi zum SC Paderborn. Dort erlebte er seine schwierigste Zeit aus sportlicher Sicht. Sehr große Spielanteile hatte er nach seiner Verletzungspause nicht, dafür hat er auf menschlicher Ebene viel dazugelernt und eine Menge Freundschaften geknüpft. (31:14)

Matthias Maucksch holt Schuppan zu Dynamo Dresden

Nach zwei Jahren in Paderborn holt der damalige Cheftrainer der SG Dynamo Dresden Matthias Maucksch den 24–Jährigen Sebastian Schuppan nach Dresden. Vor allem aufgrund der kurzen Entfernung zur Heimat fühlt sich Schuppan auch sehr wohl. Was anschließend in dieser Saison passiert ist an Dramatik kaum zu überbieten. Lange Zeit spielt die Mannschaft nur im Mittelfeld der 3. Liga mit. Dann startet Dresden eine Serie und ist plötzlich im Kampf um den Aufstiegsrelegationsplatz dabei. Nach einer kleinen Durststrecke wird Matthias Maucksch als Trainer entlassen – für ihn übernimmt Ralf Loose. Über Offenbach und die Relegationsspiele gegen Osnabrück geht’s für Dynamo endlich wieder in die 2. Bundesliga.

Bis 2014 der nächste sportliche Tiefpunkt kommt – der Abstieg. Die Dresdner verspielen ihre gute Ausgangslage gegen den direkten Konkurrenten Bielefeld und müssen zurück in die Drittklassigkeit. Auch von diesem dunklen Fleck der Laufbahn erzählt Schuppan ausführlich und berichtet seine Erlebnisse und anschließenden Gespräche mit Dynamos Geschäftsführer Ralf Minge. (33:10)

Pokalschreck mit Arminia Bielefeld

Da es in Dresden für Schuppan doch nicht weiterging holte Arminia Bielefeld den Außenverteidiger zurück nach Ostwestfalen. Die Region kannte Schuppi bereits aus seiner Paderborner Zeit. Gemeinsam mit der „geilsten Truppe“ steigt er in die 2. Bundesliga auf – sie kicken auch sehr erfolgreich im DFB–Pokal. Bis ins Halbfinale schlägt sich Bielefeld durch und schaltet mit Bremen und Gladbach auch echte Hochkaräter aus. Am späteren Pokalsieger VfL Wolfsburg scheitern sie dann aber gnadenlos mit 0:4. Die Wölfe waren eine Nummer zu groß für die Arminia. Trotzdem hatte der derzeitige Trainer Norbert Meier eine starke Mannschaft beisammen und wusste auch mit dieser umzugehen. Jens hakt bei Schuppi nochmal genauer über das Phänomen Norbert Meier und Arminia Bielefeld nach. Außerdem interessiert er sich für den besonderen Team-Spirit der Mannschaft, den er in Dresden manchmal vermisst hatte. (43:08)

Karriereende bei den Würzburger Kickers

Zum Schlusspunkt seiner Laufbahn zieht es Schuppan nach Franken, allerdings weder nach Nürnberg oder Fürth, sondern nach Würzburg. Beim Drittligisten Würzburger Kickers erlebt er noch einmal drei spannende Jahre als aktiver Spieler. Das Highlight gabs am Ende mit dem entscheidenden Tor zum Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Nun ist Schuppan seit November als Sportvorstand in Würzburg tätig. Für ihn ist es ein komplett anderes Arbeitsfeld als bisher mit deutlich längeren Arbeitstagen. Natürlich muss er in seinem neuen Bereich noch viel lernen und gerade eine schwierige herausfordernde Situation meistern. Die Würzburger Kickers sind nach 13 Spieltagen (Würzburg hat 12 absolvierte Spiele) mit gerade einmal vier Punkten das Schlusslicht in der 2. Bundesliga. Da wurde Schuppan natürlich direkt ins kalte Wasser geworfen und hatte nicht einmal Zeit gefunden sein Büro einzurichten. Wie er seine ersten eineinhalb Monate als Sportchef im Vergleich zum aktiven Spieler erlebt, erläutert Schuppan sehr ausführlich. Dabei muss er vor allem familiär deutlich zurückstecken und hat sehr viel Arbeit vor sich. (50:25)

Nachspielzeit

Zum Schluss dieser Folge stellt Umbreit seinem Podcast-Partner noch ein paar Fragen zu den Höhen und Tiefen, den schönsten Momenten oder auch dem schönsten Stadion, in dem er gespielt hat. Schuppans 16 Jahre lange Karriere ging auf jeden Fall mit einem Höhepunkt zu Ende, auch wenn es nicht sein schönstes Tor war. Es war auf jeden Fall das Wichtigste. Zudem spricht er noch über ein paar Storys von Mallorca, dem Weltfußballer Robert Lewandowski und die insgesamt fünf Aufstiege, die er in seiner Karriere erleben durfte. (59:05)

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