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Die Sage kennt Nähe und Distanz zum Geschehen, Nüchternheit und wahnsinnige Furcht. Sie ist so beweglich, dass sie sich auch in der heutigen Zeit noch weiterdichten lässt. Historisch wurden die außergewöhnlichen Ereignisse aus der Sagenwelt nicht nur literarisiert, sondern auch ideologisch aufgeladen. Und die Sagengeschichte verdeutlicht, wie schne…
 
In dieser Episode …geht es um die Erfindung des Poesiealbums durch Martin Luther. Als lose Blattsammlung nimmt das album amicorum seine Anfänge überraschenderweise in der Reformationszeit. Warum hat Luther also das Poesiealbum erfunden? Was hat das mit der Re-Formatierung von bestehendem Wissen zu tun? Hat die Reformation exakt mit dem Thesenanschl…
 
Oft, wenn WissenschaftlerInnen sich an die Öffentlichkeit wenden, klaffen Wunsch und Wirklichkeit auseinander. Die Zielgruppe, die man sich erhofft, ist nicht die, die man tatsächlich auch erreicht. Das Bemühen, Vertrauen herzustellen, wird unterlaufen von einem wachsenden Misstrauen in die Wissenschaft.* Die Geisteswissenschaften, so unser Eindruc…
 
Anfang April, als die Humboldt-Universität aufgrund der akuten Bedrohung durch das Coronavirus in den Präsenznotbetrieb schaltete und von der Universitätsleitung beschlossen wurde, dass das Sommersemester ausschließlich digital stattfinden wird, ist am Graduiertenkolleg Kleine Formen eine neue Generation von WissenschaftlerInnen an den Start gegang…
 
Der Publizist, Satiriker und Vielschreiber Karl Kraus (1874–1936) hatte eine besondere Vorliebe für kurze Texte. Mit Kommentaren zum politischen Geschehen in Österreich, zur Wiener Tagespresse oder zu Kunst, Kultur und Moral gilt Kraus als prägende Stimme der deutschsprachigen Öffentlichkeit in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. In seiner…
 
16mm-Schmalfilme, wie sie ab 1923 neu entwickelt wurden, spielen im medienwissenschaftlichen Diskurs wenn überhaupt nur eine Nebenrolle: Ihr Format und ihre Bildgegenstände sind klein, die Reichweite ihres Diskurses ist begrenzt, ihr Produktionswert gering. Doch wie schon der französische Filmtheoretiker Chris Marker, der die proliferierenden Priva…
 
This episode of our podcast is mostly in German. However, the interview with Dan Misener is in English. So if you are interested in learning more about his study on average podcast duration, you can skip to minute 11. Die Durchschnittslänge einer Podcastepisode beträgt 36,5 Minuten (Misener 2019). Das ist, verglichen mit den meisten Fernsehclips, R…
 
In dieser Episode Fundstück Die kleine Form ‚Comic‘, so schreibt es Ole Frahm in Die Sprache des Comics, ist Teil einer strukturellen Parodie, die sich über alles Universale, Metaphysische lustig macht: „Immer lacht das Kleine gewitzt über alles Große. […] Klein heißt in Comics nicht weniger, sondern mehr. Zu viel kleine Schrift, zu viele kleine Bi…
 
In dieser Episode Durchmustert man Donald Trumps Tweets, wird eines schnell klar: Dieser Präsident will um jeden Preis und mit allen Mitteln populär sein. Und er will die Popularität der Marke Trump immer weiter steigern und immer aufs Neue bestätigt bekommen – er will messbare, quantifizierbare und vergleichbare Popularität, Ratings und Rankings, …
 
In this Episode Bildarchiv von Universitätsbibliothek und Universitätsarchiv Gießen Die Legitimität der Neuzeit, Die Genesis der kopernikanischen Welt, Arbeit am Mythos—by looking at the titles of Hans Blumenberg’s main works, one could get the impression that he was a philosopher of the grand narrative. Towards his later years, however, Blumenberg…
 
In dieser Episode Der Romantikspezialist Günther Oesterle untersucht in seinem Vortrag eine heute fast vergessene Kleinform, die in SMS und WhatsApp-Nachrichten in der Gegenwart doch ein eigentümliches Nachleben erfährt: das Billet. Aus Paris kommend entwickeln sich Billets im 18. Jahrhundert in ganz Europa neben dem Brief zu einer eigenständigen m…
 
In dieser Episode Credits Stephan Strunz spricht über die Geschichte des Lebenslaufs als Bewerbungsunterlage. Schon um 1800 versuchten Bewerber für den preußischen Staatsdienst ihre Karriere per Lebenslauf zu steuern. Hier tritt zum ersten Mal der berüchtigte ‚rote Faden‘ auf, der bis heute beim Verfassen von Lebensläufen wichtig ist. Das Beispiel …
 
In dieser Episode Was ist ein Exemplum? Und worin unterscheidet es sich vom Kasus? Jasper Schagerl geht dieser Frage mit Blick auf frühneuzeitliche Verbrechenserzählungen nach. Anhand einer Geschichte aus Georg Philipp Harsdörffers Exempelsammlung Der grosse Schau=Platz jämmerlicher Mordgeschichte lässt sich zeigen, dass das Exemplum kaum als eine …
 
In dieser Episode Am 25. Juli 1929 sendet Walter Benjamin an Siegfried Kracauer eine Postkarte aus der toskanischen Stadt San Gimignano, die auf der Vorderseite den Brunnen auf der „Piazza della Cisterna“ zeigt. Auf der Rückseite beginnt Benjamin mit folgenden Zeilen: „Lieber Kracauer, auf diesem Platz wohne ich; er sieht aber nicht finster aus wie…
 
In dieser Episode English Ob Außerirdische, die dem Weißen Haus einen unverhofften Besuch abstatten; mathematische Gleichungen, die Verbindungen stiften zwischen der Nanosphäre und dem unendlichen Weltall; ob Anspielungen auf Kants „bestirnten Himmel“ über uns oder astronomische Referenzen – Motive des Kosmischen sind omnipräsent im literarischem W…
 
In dieser Episode Die Stadt ist ein vielschichtiges Gebilde, meint die Berliner Autorin Annett Gröschner im Gespräch mit Feuilletonforscher Christoph Winter. Das Interview, das im Frühjahr 2019 in Berlin-Adlershof aufgezeichnet wurde, steigt ein mit Gröschners früher Liebe zu Stadtplänen, nimmt mit Webcams, Straßenbahnen und dem Feuilleton seinen L…
 
In dieser Episode São Paulo in den 1930er Jahren: Inmitten der Weltwirtschaftskrise berichtet Mário de Andrade, „Papst des brasilianischen Modernismus“, über die Kaffeeverbrennung in der Stadt. Tausende Kilo Kaffee landen im Feuer, um die Preise auf dem Weltmarkt zu stabilisieren. Für eine lokale Zeitung kommentiert Andrade die Vorgänge und greift …
 
Lothar Müller spricht im Interview mit Marie Czarnikow und Florian Glück über die Bündnisse zwischen der industriellen Warenwelt und der Psychoanalyse Sigmund Freuds, das Papier als universalen Grundstoff der modernen Welt und den Stand des Feuilletons in der Gegenwart. Lothar Müller ist Feuilletonredakteur bei der Süddeutschen Zeitung und Honorarp…
 
In dieser Episode Kurzfassung Wie löst man die kleinen, roten, saftig-süßen Granatapfelkernchen aus ihrer Haut, ohne sich dabei die Hände schmutzig zu machen? Während das Internet für lebensweltliche Fragen wie diese eine große Bandbreite an Antworten parat hält – von der Wasserschale bis zum Hammer –, stellte sich den PodcastredakteurInnen Steffen…
 
In dieser Episode Fundstück „Zwar nicht Rilke… – aber dafür kurz.“ Mit dieser Einsicht liegt Helge Schneider voll im Trend, ist Kürze doch der kommunikative Imperativ im 21. Jahrhundert. Vor allem kurze Mitteilungen und kleine Formate scheinen heute noch konkurrenzfähig, als Informations- und Unterhaltungs-Chips, die um die Aufmerksamkeit der Rezip…
 
In dieser Episode English Die Weinempfehlung ist eine verbreitete Textsorte, die zum Kauf des jeweiligen Weins anregen soll, indem sie seine markanten Eigenschaften hervorhebt. Zunächst scheint es daher so, als wäre ein solcher Text in hohem Maße vom subjektiven Geschmack der Kritikerin oder des Kritikers abhängig. Mit den Methoden der Digital Huma…
 
Die Romanistin Dr. Cornelia Wild (LMU München) begibt sich in ihrem Gastvortrag auf einen Streifzug durch Roland Barthes’ Œuvre, von frühen Fotografien über Notizen zu japanischen Haikus und endet schließlich bei der Großform Roman. Empfohlene Zitierweise Cornelia Wild: C’est ça. Barthes und die formes brèves, in: microform. Der Podcast des Graduie…
 
Der Begriff „Enzyklopädie“ wird schnell mit allumfassender Größe und Universalität assoziiert. Der Beitrag von Anne Brannys zeigt auf, warum die Enzyklopädie dennoch nicht in einer „Enzyklopädie der kleinen Formen“ fehlen darf. Sein Ausgangspunkt ist das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Eine Enzyklopädie des Zarten“, das im Ph.D.-Programm der B…
 
Persönliche Devisen sind kurze Sprüche, die sich Einzelpersonen gewählt haben, um ihre Identität, ihren Charakter, oder ihre Lebensziele auszudrücken. Während diese Praxis besonders um 1500 aufkommt und in diesem historischen Kontext hier betrachtet wird, zeichnet sich auch ein Wiederaufleben dieser Kulturtechnik ab. Personal Devices besetzen heute…
 
Michael Angele, Chefredakteur der Wochenzeitung Der Freitag, im Praxisgespräch über die Berliner Seiten der FAZ, den Feed, Shitstorms und das Verhältnis von Stadt und Feuilleton. Das Interview führte Christoph Winter. Empfohlene Zitierweise Interview mit Michael Angele, in: microform. Der Podcast des Graduiertenkollegs Literatur- und Wissensgeschic…
 
Was macht eine Liste aus? Was geschieht, wenn Dinge aufgelistet werden? Was können uns Listen – jenseits der Informationen und Daten, die darin eingetragen werden — über die Menschen und Institutionen erzählen, die diese Form verwenden? Diesen und anderen Fragen geht Anne Greenwood MacKinney in ihrem Beitrag zur Form der Liste nach. Ausgangspunkt i…
 
Das Exzerpt ist eine kleine literarische, wissenschaftliche Form, die seit der Antike grundlegend die Produktion von Texten mitbestimmt. Dabei bleibt sie im Verborgenen: Exzerpte oder Auszüge stehen genau in der Mitte zwischen exzerpierter Quelle und eigenem Text und werden nicht gesondert veröffentlicht. Der Beitrag beginnt mit einem Nachlassfunds…
 
Der Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Philipp Felsch (Humboldt-Universität zu Berlin) spricht im Interview mit den Kollegiaten Steffen Bodenmiller und Noah Willumsen über die „stille Leserevolution“ durch das Paperback, akademische Textgläubigkeit und das Verhältnis von Theorie und Philosophie. Empfohlene Zitierweise Interview mit Philipp Felsch, in:…
 
Gegessen wird immer. Umso mehr und umso lieber, wenn es etwas zu feiern gibt, wenn Verträge besiegelt, Hochzeiten geschlossen oder große Bauwerke eröffnet werden. Doch das Essen will auch eine Form finden; so groß es auch sein mag, es findet die kleine Form der Menükarte. Diese taucht erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf, weil sie au…
 
Mit ihren ellenlangen Texten, ebenso ausgedehnten Titeln und ihren archaisch wirkenden Satzkonstruktionen steht die britische Druckkultur des 18. Jahrhunderts bei VerehrerInnen der New Media nicht besonders hoch im Kurs. Zu Unrecht. Denn mit der Veröffentlichung seiner biographischen Enzyklopädie 1769 löste der Brite James Granger bei seinen bürger…
 
Dr. Maren Jäger (Humboldt-Universität zu Berlin) im Gespräch über quantitative und qualitative, absolute und relative, autonome und heteronome sowie über aphoristische und komische Kürze. Maren Jäger ist Postdoktorandin im Graduiertenkolleg Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen. Ihr Habilitationsprojekt trägt den Arbeitstitel „Brevitas: K…
 
Epitaphien sind nicht nur eine sehr alte, sondern eine nach wie vor sehr lebendige kleine Form. Es ist das Andenken an den Verstorbenen im Wissen um die Endlichkeit allen Lebens, was die Lektüre von Epitaphien so beliebt macht und zu Diskursen post mortem anregt. Und es ist ebenso die Exzentrik und Exotik des Geschriebenen, die Epitaphien zu einer …
 
Seit Johann Peter Hebels „Rheinländischem Hausfreund“ gehört die Kalendergeschichte zum deutschen Kulturgut. Generationen von Schülern haben seinen ‚Kannitverstan‘ oder sein ‚Unverhofftes Wiedersehen‘ als Beispiele eines Genres analysiert, dessen Charakteristika vor allem in der Kürze der Erzählung und ihrer moralischen Pointe liegen. Doch sind ger…
 
Marie Czarnikow, Doktorandin am Graduiertenkolleg “Kleine Formen”, über das Tagebuch, sein Verhältnis zu Aktualität und Geschichtlichkeit und sein Potential, zum Sammelsurium verschiedenster kleiner Formen zu werden. Das vorgestellte Tagebuch von Milly Haake befindet sich im Deutschen Tagebucharchiv Emmendingen. Empfohlene Zitierweise Czarnikow, Ma…
 
Das Emblem ist eine Kunstform, die Text und Bild in ein komplexes Zusammenspiel bringt. Es nimmt um die Mitte des 16. Jahrhunderts Form an und verbreitet sich über die folgenden zwei Jahrhunderte über ganz Europa. Im Beitrag wird diese kleine Form im Spannungsfeld von antikebegeistertem Humanismus und dem Buchdruck als Hightech der frühen Neuzeit v…
 
Ausgehend von einer kleinen Episode über die österreichischen Psychiater Sigmund Freud und Julius Wagner-Jauregg spricht Florenz Gilly, studentische Hilfskraft im Graduiertenkolleg, über die Geschichte der Anekdote, ihr prekäres Verhältnis zur Wahrheit, Tendenzen und Verirrungen der Anekdotenforschung und die eigentümliche Nähe der Anekdote zum Alt…
 
Marie Czarnikow, Jasper Schagerl, Stephan Strunz und Noah Willumsen waren im Dezember 2017 zu Gast beim Theoriefestival #lutherlenin in Prag. In ihrer Lecture Performance diskutieren sie auf vier Schauplätzen – Martin Luthers Kleinem Katechismus, dem barocken Gesprächsspiel, dem kommunistischen Manifest und der Tagebuchbewegung des ,neuen‘ Menschen…
 
In Folge #3 sprechen Marie Czarnikow und Noah Willumsen mit Prof. Dr. Anke te Heesen (Humboldt-Universität zu Berlin) über Interviews, den Zeitungsausschnitt und das Sammeln kleiner Formen. Empfohlene Zitierweise Interview mit Anke te Heesen, in: microform. Der Podcast des Graduiertenkollegs Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen, abrufbar…
 
In Folge #2 sprechen Florian Glück und Christoph H. Winter mit Prof. Dr. Ethel Matala de Mazza (Humboldt-Universität zu Berlin) über Fabeln, Feuilletons und die soziale Funktion kleiner Formen. Empfohlene Zitierweise Interview mit Ethel Matala de Mazza, in: microform. Der Podcast des Graduiertenkollegs Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Forme…
 
In Folge #1 sprechen Marília Jöhnk und Steffen Bodenmiller mit Prof. Dr. Joseph Vogl (Humboldt-Universität zu Berlin) über Protokolle, Formulare und andere Verwaltungsformen des Wissens. Empfohlene Zitierweise Interview mit Joseph Vogl, in: microform. Der Podcast des Graduiertenkollegs Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen, abrufbar unter…
 
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